In Berliner Wintern haben wir typischerweise zwei Sturmwellen (November und Februar) und zwei Frost-Perioden (Dezember/Januar). Die Schäden, die wir dann sehen, wiederholen sich Jahr für Jahr.

Top-5 Winter-Schäden

1. Geplatzte Wasserrohre durch Frost

Klassiker im Altbau: Wasserleitungen in Außenwänden ohne Dämmung. Bei -10 °C friert das Wasser, das Rohr platzt. Schaden meistens nicht sofort sichtbar — erst wenn das Wasser nach dem Tauen austritt.

Vorsorge: Außenwand-Wasserleitungen abstellen und entleeren. Bei Sanierung Wasserleitungen ins Inneneck verlegen lassen — das ist Klempner-Arbeit und gehört nicht zu uns.

2. Gewichtsschäden durch Schneelast

Berlin hat zwar selten Mega-Schneefälle, aber 30 cm Pulverschnee + Tau-Wechsel kann auf flachen Dächern oder Kragdach-Konstruktionen zur Last werden. Resultat: Risse in der Decke, Verformungen, im Extremfall Einstürze.

Vorsorge: Bei flachen Dächern jährliche Sichtprüfung. Bei Schneefall ab 30 cm: Dach räumen lassen.

3. Sturmgeschädigte Fenster

Hageleinschlag, herumfliegende Äste, abgehobene Markisen. Alle paar Jahre haben wir Stürme mit Spitzen über 100 km/h — und dann sind Fenster und Glasbedachungen gefährdet.

Vorsorge: Markisen und Sonnenschutz-Anlagen mit Wind-Sensor (fährt automatisch ein). Glasflächen ohne mechanischen Schutz nur, wenn Verbundsicherheitsglas eingesetzt ist.

4. Eindringende Feuchtigkeit durch Schmelzwasser

Wenn der Schnee schmilzt und keine intakte Dachhaut da ist: Wasser sucht den schwächsten Punkt, dringt durch Anschlüsse und Fugen ins Haus.

Vorsorge: Anschlussdetail an Schornsteinen, Lichtkuppeln, Kragelementen prüfen. Bei alten Dachfenstern: Diffusionssperre erneuern (war oft nur eine billige Folie, die nach 20 Jahren porös ist).

5. Eingebrochene Türen durch Aufbruch

Klingt unwinterlich, aber: in Berliner Mietshäusern mit gewerblichem Untergeschoss steigen die Einbruchs-Versuche im Dezember (Weihnachtsgeschäft, viele Menschen abwesend).

Vorsorge: Mehrfach-Verriegelung, Pollerschutz, Sicherheitsglas. Bei einem Einbruch: wir sichern die Tür provisorisch, der Schlüsselservice macht den Rest.

Wann wir kommen — und wann nicht

Wir kommen bei:

  • Sturmgeschädigten Fenstern (Plane drauf, Holz-Provisorium, Sicherung)
  • Eingebrochenen Türen (Sicherung)
  • Wassereintritt durch Dachhaut (Plane, Notabdeckung)
  • Beschädigten Brüstungen oder Sichtschutz (Sicherung)

Wir kommen nicht bei:

  • Geplatzten Wasserleitungen — das ist klassischer Klempner-Notdienst
  • Defekten Heizungen — Heizungs-Meister
  • Stromausfall innerhalb der Wohnung — Elektro-Meister
  • Dachdecker-Notreparaturen (geöffnete Dachhaut) — Dachdecker

Vor dem Anruf

Was uns hilft, schneller zu kommen und zu helfen:

  1. WhatsApp-Foto vom Schaden — wir sehen sofort, was wir brauchen
  2. Adresse mit Stadtteil und Hausnummer
  3. Zugang — wer ist vor Ort, wann
  4. Versicherungs-Schadennummer falls schon bekannt

Mehr: Notdienst-Detail und Sturmschaden-Tipps.

— Maik Marx