Fenster & Türen
Heizung im Altbau: Welche Fenster Ihre Heizkosten wirklich senken
Ein Berliner Altbau mit Fenstern aus den 1970ern verliert pro Quadratmeter Fensterfläche etwa 3 mal so viel Wärme wie eine moderne Wand mit Wärmedämmung. Wer in so einem Haus die Heizung modernisiert, ohne die Fenster mit zu erneuern, heizt buchstäblich aus dem Fenster.
Wie viel Energie wirklich verloren geht
Die Faustregel: Pro Quadratmeter alter Doppelverglasung (U-Wert ~2,8 W/m²K) verlieren Sie in einem Berliner Winter etwa 230 kWh Heizenergie. Bei 12 m² Fensterfläche im typischen Altbau-Wohnzimmer summiert sich das auf 2.760 kWh — das sind bei Gas-Heizung etwa 300 EUR pro Jahr, bei Wärmepumpe deutlich mehr.
Mit modernen 3-fach-Fenstern (Uw ≤ 0,95 W/m²K) sinkt der Wärmeverlust auf etwa 920 kWh — Sie sparen über 1.800 kWh allein an diesem einen Raum.
Konkretes Rechenbeispiel
Wir hatten letztes Jahr ein Mehrfamilienhaus in Berlin Mitte. Bestand: 8 Wohneinheiten mit jeweils 14 m² Fensterfläche, alte Doppelverglasung um die 2,8 W/m²K. Der Bauherr wollte eine neue Wärmepumpe einbauen lassen.
Wir haben gerechnet: Mit alten Fenstern braucht die Wärmepumpe doppelt so viel Strom wie nötig — und kostet im Betrieb mehr als die alte Gas-Heizung. Die Lösung war: erst Fenster erneuern, dann Wärmepumpe.
- 8 Wohneinheiten × 14 m² = 112 m² Fenster getauscht
- Material und Montage: ca. 220.000 EUR
- BEG-Förderung (15 % + 5 % iSFP-Bonus): 44.000 EUR
- Effektive Investition: 176.000 EUR
- Jährliche Energie-Ersparnis: ca. 90.000 kWh
- Wärmepumpe danach mit moderater Größe ausreichend (statt überdimensioniert)
Warum die Reihenfolge wichtig ist
Wenn Sie zuerst die Heizung modernisieren und dann die Fenster, haben Sie eine überdimensionierte Heizungsanlage im Haus. Die hat kürzere Lebensdauer (häufiges Takten), höhere Anschaffungskosten und höhere Stromaufnahme bei Wärmepumpen.
Andersherum: erst Fenster — dann reicht eine kleinere Heizung, die kürzer Anschaffung kostet und effizienter läuft.
Unser Energie-Rechner
Sie können selbst rechnen: Energie-Rechner. Tragen Sie Baujahr, Fensterfläche und Heizungsart ein — Sie sehen sofort die Jahres-Ersparnis und die 20-Jahre-Hochrechnung.
Wenn die Zahlen Ihnen plausibel vorkommen: Förder-Schnellcheck zeigt, wie viel der Staat dazugibt.
Was wir bei Ihnen tun
Wir kommen kostenfrei mit einem Lasermessgerät vorbei, messen jedes Fenster, prüfen den Bestand (Anschluss, Dichtungen, Schimmel-Anzeichen am Sturz), beraten zu Material und Verglasung und erstellen ein detailliertes Angebot mit konkretem Profil.
Wenn Sie zuerst einen Energieberater brauchen (für KfW-Förderung), vermitteln wir.
Was wir nicht machen
Heizungs-Anschluss ist Anlage A (Installateur und Heizungsbauer). Wir bauen nur Fenster und sanieren um die Fenster herum. Der Heizungsbauer kommt vom unserem Berliner Meisterpartner — eine Rechnung, ein Zeitplan.
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— Maik Marx