Altbau in Berlin heißt: Fenster aus den 1970ern, U-Werte um 2,8 W/m²K, Heizenergie raus, Schimmel rein. Der Tausch lohnt sich fast immer — die Frage ist nur, welche Förderung Sie konkret bekommen.

Drei Töpfe, ein Antrag — pro Topf

Es gibt aktuell drei Wege, sich den Fenster-Tausch fördern zu lassen. Sie können nicht alle drei gleichzeitig nutzen, sondern müssen sich entscheiden:

1. BEG-Einzelmaßnahme (BAFA)

  • 15 % Zuschuss auf die förderfähigen Kosten
  • +5 % iSFP-Bonus wenn ein individueller Sanierungsfahrplan vorliegt
  • Voraussetzung: U-Wert der neuen Fenster ≤ 0,95 W/m²K
  • Antrag muss vor Auftragsvergabe beim BAFA gestellt werden — bitte das nicht vergessen, sonst gibt’s nichts

Bei einer typischen Wohnungs-Sanierung mit 8 Fenstern à 2.500 EUR landen Sie bei 20.000 EUR Materialkosten plus Montage. Mit 15 % BEG-Förderung sparen Sie 3.000 EUR — mit iSFP-Bonus 4.000 EUR.

2. KfW 261/262 (Effizienzhaus-Sanierung)

  • Förderkredit mit Tilgungszuschuss bis 25 %, je nach Effizienzhaus-Standard
  • Nur sinnvoll, wenn Sie das gesamte Haus auf Effizienzhaus 85, 70 oder 55 sanieren — nicht für reinen Fenster-Tausch
  • Ein Energieberater muss den Antrag stellen

Wenn Sie Sanierung in mehreren Etappen planen, schreiben Sie sich die KfW-Pfade fest auf — dann ist sie Ihr Hauptweg, nicht BEG.

3. §35c EStG (Steuerbonus)

  • 20 % der Kosten über 3 Jahre, max. 40.000 EUR pro Wohnung
  • Alternative zu BEG (nicht kombinierbar)
  • Nur für selbst genutzte Eigentumswohnungen und Eigenheime
  • Steuervorteil kommt direkt mit der Einkommensteuer-Erklärung

Bei Selbstnutzern mit hohem Steuersatz ist §35c oft attraktiver als BEG — gerade bei höheren Investitionen. Lassen Sie sich das vom Steuerberater durchrechnen.

Was die meisten falsch machen

Fehler 1: Fenster bestellen vor BEG-Antrag. Wenn der Auftrag rausgeht und der Antrag noch nicht da ist, gibt es keine BEG-Förderung mehr. Ende. Die Reihenfolge ist: Vor-Ort-Termin → Angebot → BEG-Antrag stellen → Auftrag → Lieferung.

Fehler 2: U-Wert vergessen. Die meisten 2-fach-Fenster aus dem Baumarkt haben einen Uw-Wert von 1,1–1,3 — das reicht nicht für die BEG-Förderschwelle von 0,95. Sie brauchen 3-fach-Verglasung mit warmen Kantenverbund.

Fehler 3: Falscher Anschluss. Ein neues Fenster mit RAL-konformem Anschluss spart Energie. Ein neues Fenster mit Bauschaum-Stopf-Anschluss spart wenig — und kann sogar Schimmel im Sturz verursachen. Sparen Sie nicht beim Anschluss.

Reihenfolge im Sanierungs-Projekt

Wenn der Fenster-Tausch Teil einer größeren Sanierung ist (z.B. Trockenbau, neue Innentüren), beachten Sie die Reihenfolge:

  1. Statik prüfen lassen, falls Wände raus sollen
  2. Energieberater einbinden, falls KfW-Pfad
  3. Fenster aufmessen lassen
  4. Trockenbau erst nach Fenstereinbau (Anschlüsse können sonst nicht sauber gemacht werden)
  5. Maler/Tapezierer zuletzt (Anlage-A-Handwerk, gehört zum Maler-Meister)

Wir koordinieren das gerne für Sie — mit Festpreis und transparenter Reihenfolge.

Zum Nachrechnen

Nutzen Sie unseren Energie-Rechner, um zu sehen, wie viel Sie pro Jahr sparen würden. Plus den Förder-Schnellcheck für eine erste Orientierung, welche Töpfe für Ihre Situation in Frage kommen.

Oder direkt Termin: 0152 / 53935508 oder per WhatsApp.