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Dacharbeiten: Dieser Flyer schützt Ihren Betrieb
Ein zweiseitiges Dokument von BG BAU und ZVDH kann im Ernstfall den Unterschied zwischen klarer Haftung und geteilter Verantwortung ausmachen. Wer als Auftragnehmer diesen Flyer vor Beginn jeder Dacharbeit weitergibt, kommuniziert professionell — und schützt sich und seine Kunden gleichermaßen. Was genau drinsteht und warum kein Betrieb darauf verzichten sollte: hier erfahren Sie es.
Dacharbeiten gehören zu den gefährlichsten Tätigkeiten im Bauhandwerk. Das weiß jeder Profi — aber viele Eigentümer wissen es nicht. Genau diese Wissenslücke kostet im Schadensfall Nerven, Geld und manchmal mehr. BG BAU und der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) haben deshalb gemeinsam einen praxisnahen Flyer veröffentlicht, der Eigentümerinnen und Eigentümern klar erklärt, welche Pflichten sie selbst tragen.
Für ausführende Betriebe wie uns ist dieser Flyer kein netter Zusatz, sondern ein handfestes Werkzeug für professionelle Kommunikation. Wer ihn konsequent einsetzt, vermeidet Missverständnisse vor dem ersten Hammerschlag — und senkt sein eigenes Haftungsrisiko erheblich. In diesem Beitrag erklären wir, was im Flyer steht, wie Sie ihn richtig einsetzen und warum das Thema Verantwortung am Dach so oft unterschätzt wird.
Warum Eigentümer nicht einfach nur Auftraggeber sind
Viele Hauseigentümer gehen davon aus, dass ihre Pflicht mit der Auftragserteilung endet. Der Fachbetrieb kommt, macht seine Arbeit, fertig. Diese Vorstellung ist nicht nur falsch — sie kann bei einem Unfall zu erheblicher Mitverantwortung führen.
Das deutsche Arbeitsschutzrecht kennt den Begriff des Bauherrn als Mitverantwortlichen. Wer als Eigentümer relevante Informationen zurückhält oder notwendige Zugänge nicht rechtzeitig sicherstellt, trägt im Schadensfall eine Mitverantwortung — juristisch wie finanziell.
Unwissenheit schützt dabei nicht vor den Folgen. Gerichte haben in vergleichbaren Fällen immer wieder festgestellt, dass von einem Eigentümer erwartet wird, bekannte Gefahren am eigenen Gebäude zu kommunizieren. Wer das versäumt, riskiert Schadensersatzforderungen, die weit über den ursprünglichen Auftragswert hinausgehen.
Der Flyer von BG BAU und ZVDH: Was steckt drin?
Das gemeinsam herausgegebene Dokument von BG BAU und ZVDH ist auf zwei Seiten konzentriert — und genau das ist seine Stärke. Es erklärt verständlich und ohne Fachjargon, welche konkreten Pflichten Eigentümer vor Beginn von Dacharbeiten haben.
Der Flyer richtet sich bewusst nicht an Fachleute, sondern an Laien ohne bautechnisches Vorwissen. Die Sprache ist klar, die Struktur übersichtlich. Das macht ihn zum idealen Begleitdokument für das Erstgespräch mit dem Kunden.
Der entscheidende Mehrwert liegt darin, dass der Flyer Verantwortung sichtbar macht — und zwar auf beiden Seiten. Eigentümer erkennen ihre Pflichten. Betriebe dokumentieren, dass sie professionell aufgeklärt haben. Das ist keine Formalie, das ist gelebter Arbeitsschutz.
Die vier Kernpunkte des Flyers im Detail
Damit Sie genau wissen, was Ihre Kunden durch den Flyer erfahren, haben wir die vier zentralen Inhalte hier zusammengefasst. Jeder Punkt adressiert einen realen Unfallschwerpunkt bei Dacharbeiten.
Erstens: Informationspflicht über versteckte Gefahren. Lichtkuppeln, Dachfenster und Solaranlagen sind von unten oft kaum erkennbar. Wer als Eigentümer weiß, dass solche Elemente vorhanden sind, muss den Fachbetrieb frühzeitig darüber informieren. Ein Monteur, der auf eine Lichtkuppel tritt, bricht durch — und das kann tödlich enden.
Zweitens: Sichere Zugänge ermöglichen. Der Eigentümer ist dafür verantwortlich, einen geeigneten Zugang zum Dach bereitzustellen. Das kann eine fest installierte Leiter sein, eine Dachluke oder ein Treppenhaus mit Dachzugang. Fehlt dieser Zugang oder ist er unzureichend, liegt das Problem nicht beim Betrieb — sondern beim Auftraggeber.
Drittens: Koordination von Absturzsicherungen. Fehlen dauerhafte Schutzeinrichtungen am Gebäude, muss der ausführende Betrieb temporäre Maßnahmen von Beginn an in die Planung einbeziehen. Absturzsicherungen, temporäre Geländer oder Fangnetze sind keine Selbstverständlichkeit. Sie müssen vorab koordiniert werden — und das kostet Zeit, Material und Kommunikation.
Viertens: Die Checkliste als Planungswerkzeug. Der Flyer enthält eine strukturierte Checkliste, die sicherstellt, dass keine kritischen Punkte in der Vorbereitung vergessen werden. Für Eigentümer ist das eine hilfreiche Orientierung. Für Betriebe ist es ein Dokument, das im Streitfall belegen kann, dass alle relevanten Punkte besprochen wurden.
- Informationspflicht über Lichtkuppeln, Dachfenster, Solaranlagen
- Sicherstellung geeigneter Zugänge zum Dach
- Koordination temporärer Absturzsicherungen vor Arbeitsbeginn
- Nutzung der enthaltenen Checkliste als strukturierte Vorbereitung

Haftungsrisiko konkret: Was ohne Aufklärung passieren kann
Stellen Sie sich folgenden Fall vor: Ein Eigentümer weiß, dass auf seinem Flachdach mehrere Lichtkuppeln verbaut sind. Er erwähnt es beim Auftraggespräch nicht. Ein Mitarbeiter des beauftragten Betriebs tritt auf eine dieser Kuppeln, die Scheibe bricht — der Mitarbeiter stürzt.
In diesem Szenario trägt der Eigentümer erhebliche Mitverantwortung. Er kannte die Gefahr. Er hat sie nicht kommuniziert. Das ist kein Randfall — solche Situationen landen regelmäßig vor Gericht und enden selten gut für Auftraggeber, die geschwiegen haben.
Für den ausführenden Betrieb ist die Situation ebenfalls heikel: Wurde der Eigentümer nicht vorab über seine Pflichten informiert, kann dem Betrieb vorgeworfen werden, unzureichend koordiniert zu haben. Der Flyer schließt genau diese Lücke. Wer ihn nachweislich ausgehändigt hat, hat seinen Teil der Kommunikationspflicht erfüllt.
Unsere Leistungen im Bereich Montage und Sanierung umfassen regelmäßig Arbeiten in und an Gebäuden, bei denen solche Gefahrstellen existieren. Professionelle Vorbereitung ist daher bei uns kein Bonus — sie ist Standard.

So setzen Sie den Flyer im Betriebsalltag richtig ein
Der Flyer entfaltet seinen Nutzen nur dann vollständig, wenn er zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt wird. Das bedeutet: nicht nach dem Auftragsabschluss, nicht bei der Übergabe — sondern beim Erstgespräch oder spätestens bei der Auftragsbestätigung.
Ideal ist es, den Flyer gemeinsam mit dem Kunden durchzugehen. So entstehen keine Missverständnisse darüber, wer was sicherstellen muss. Die Checkliste im Dokument eignet sich hervorragend als Gesprächsleitfaden — sie strukturiert das Gespräch und stellt sicher, dass nichts vergessen wird.
Wer den Flyer digital versendet, sollte eine kurze Bestätigungszeile in die E-Mail einbauen: „Bitte bestätigen Sie den Erhalt dieses Dokuments.“ Das klingt bürokratisch, ist aber im Ernstfall ein wertvoller Nachweis. Dokumentation ist kein Misstrauen — sie ist gegenseitiger Schutz.
Empfehlenswert ist außerdem, den Flyer als festen Bestandteil Ihrer Auftragsunterlagen zu hinterlegen. So wird er nicht vergessen und gehört automatisch zu jedem Dachauftrag — unabhängig davon, wer das Gespräch führt.
- Flyer beim Erstgespräch oder mit der Auftragsbestätigung übergeben
- Checkliste gemeinsam mit dem Kunden durchgehen
- Digitalen Versand mit Empfangsbestätigung dokumentieren
- Flyer fest in die Auftragsunterlagen integrieren
- Bei Unklarheiten: persönlich erklären, nicht nur aushändigen
Dacharbeiten und energetische Sanierung: Wo Verantwortung sich verdoppelt
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Kombination von Dacharbeiten mit energetischer Sanierung. Wer sein Dach dämmt, eine Photovoltaikanlage nachrüstet oder eine Dachsanierung im Rahmen einer Gesamtmodernisierung durchführt, schafft Situationen, in denen mehrere Gewerke gleichzeitig aktiv sind.
Gerade wenn auf dem Dach bereits eine Solaranlage installiert ist oder installiert werden soll, entstehen zusätzliche Gefahrenquellen: Elektrik, Montagegestelle, veränderte Dachlastverteilungen. Wer in diesem Kontext plant, sollte die Gefahreninformation an alle beteiligten Betriebe weitergeben — nicht nur an den Dachdecker.
Für Eigentümer, die eine Photovoltaikanlage auf ihrem Gebäude planen, lohnt ein Blick auf solarsorglos.de — dort finden sich nützliche Informationen zur Planung und zu möglichen Förderungen. Auch Informationen zur energetischen Sanierung auf unserer Website zeigen, wie komplex und vielschichtig solche Projekte sein können.
Im Kontext der BAFA-Förderung für Sanierungsmaßnahmen ist es übrigens wichtig, dass alle Arbeiten durch zertifizierte Fachbetriebe ausgeführt werden. Die korrekte Dokumentation — zu der auch die Aufklärung über Sicherheitspflichten gehört — ist Teil einer ordnungsgemäßen Abwicklung.

Der gemeinsame Flyer von BG BAU und ZVDH richtet sich an Eigentümerinnen und Eigentümer, die Dacharbeiten beauftragen. Er erklärt deren Informations- und Mitwirkungspflichten — von der Meldung versteckter Gefahren (Lichtkuppeln, Solaranlagen, Dachfenster) über die Pflicht zur Zugangssicherung bis hin zur Koordination von Absturzsicherungen. Eine Checkliste hilft bei der strukturierten Vorbereitung. Für Betriebe gilt: Wer den Flyer nachweislich vor Arbeitsbeginn aushändigt, hat seinen kommunikativen Teil der Verantwortung erfüllt — und kann im Streitfall belegen, dass der Eigentümer informiert war. Das Dokument ist kostenlos und kann über die Website der DGUV / BG BAU bezogen werden.
Professionelle Kommunikation als Wettbewerbsvorteil
Wer seinen Kunden einen solchen Flyer überreicht, sendet eine klare Botschaft: Hier arbeitet ein Betrieb, der mitdenkt. Das ist kein kleines Signal. In einem Markt, in dem viele Anbieter ihre Leistungen kaum differenzieren, ist professionelle Vorbereitung ein echter Unterschied.
Eigentümer, die zum ersten Mal eine Dacharbeit beauftragen, fühlen sich oft unsicher. Sie wissen nicht, was auf sie zukommt, was sie beisteuern müssen und welche Risiken existieren. Ein Betrieb, der diese Unsicherheit aktiv abbaut, gewinnt Vertrauen — und Folgeaufträge.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt Eigentümern regelmäßig, bei Handwerksleistungen auf Transparenz und klare Kommunikation zu achten. Betriebe, die diese Transparenz von sich aus herstellen, erfüllen genau das — ohne dass der Kunde danach fragen muss.
Schauen Sie sich gerne auch unsere Referenzprojekte an — sie zeigen, wie wir solche komplexen Bauvorhaben strukturiert und sicher umsetzen. Professionelle Kommunikation beginnt bei uns bereits vor dem ersten Spatenstich.
Dacharbeiten sicher planen — wir sind Ihr Ansprechpartner in Berlin
Sie planen Arbeiten am Dach oder eine umfassende Gebäudesanierung und möchten von Anfang an auf der sicheren Seite sein? Wir begleiten Sie von der ersten Bestandsaufnahme bis zur sauberen Umsetzung — strukturiert, transparent und mit klarer Kommunikation auf beiden Seiten. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf und schildern Sie uns Ihr Vorhaben.
Jetzt unverbindlich anfragenHäufige Fragen
Wer ist bei Dacharbeiten rechtlich verantwortlich — der Betrieb oder der Eigentümer?
Beide Seiten tragen Verantwortung — allerdings in unterschiedlichen Bereichen. Der ausführende Betrieb ist für die fachgerechte und sichere Durchführung der Arbeiten verantwortlich. Der Eigentümer hingegen ist verpflichtet, bekannte Gefahren am Gebäude zu kommunizieren und geeignete Zugänge zum Dach bereitzustellen. Hält der Eigentümer relevante Informationen zurück, kann ihn im Schadensfall eine erhebliche Mitverantwortung treffen.
Was ist der Flyer von BG BAU und ZVDH, und wo bekomme ich ihn?
Der Flyer ist ein zweiseitiges Informationsdokument, das BG BAU und der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) gemeinsam herausgegeben haben. Er erklärt Eigentümern ihre Pflichten vor Beginn von Dacharbeiten — verständlich und ohne Fachjargon. Das Dokument ist kostenlos und kann über die Website der DGUV bzw. BG BAU abgerufen werden.
Welche Gefahren müssen Eigentümer dem Betrieb mitteilen?
Zu den meldepflichtigen Gefahren gehören insbesondere Lichtkuppeln, Dachfenster und Solaranlagen. Diese Elemente sind von unten oft nicht sichtbar und können bei Betreten zu schweren Stürzen führen. Auch sonstige bauliche Besonderheiten wie marode Dachflächen, Leitungsführungen oder besondere Lastverhältnisse sollten frühzeitig kommuniziert werden.
Ist der Einsatz des Flyers gesetzlich vorgeschrieben?
Es gibt keine gesetzliche Pflicht, genau diesen Flyer auszuhändigen. Jedoch ergibt sich aus dem allgemeinen Arbeitsschutzrecht und der Betreiberpflicht des Eigentümers eine Pflicht zur Information des beauftragten Betriebs über bekannte Gefahren. Der Flyer ist ein bewährtes Mittel, diese Pflicht strukturiert und nachweisbar zu erfüllen.
Wie dokumentiere ich als Betrieb, dass der Eigentümer den Flyer erhalten hat?
Am einfachsten geht das per E-Mail: Senden Sie den Flyer als Anhang und bitten Sie den Eigentümer um eine kurze Empfangsbestätigung. Alternativ kann der Flyer als fester Bestandteil der Auftragsunterlagen ausgehändigt und der Empfang mit einer Unterschrift auf dem Auftragsformular dokumentiert werden. Beide Varianten schaffen eine nachvollziehbare Grundlage im Streitfall.
Ein persönliches Wort von Maik
Ich arbeite seit Jahren an und in Gebäuden — und ich weiß, wie schnell aus einem scheinbar einfachen Auftrag eine komplizierte Situation werden kann, wenn im Vorfeld nicht klar kommuniziert wurde. Dieser Flyer ist für mich deshalb kein Papierkram, sondern ein echtes Arbeitsmittel. Ich gebe ihn weiter, weil ich möchte, dass meine Kunden verstehen, was auf sie zukommt — und was von ihnen erwartet wird. Das schützt sie. Und es schützt mich und mein Team. Ich habe in meiner Zeit als Unternehmer gelernt: Probleme auf der Baustelle entstehen meistens nicht aus technischem Versagen, sondern aus fehlender Absprache. Ein Gespräch vorher erspart zehn Diskussionen hinterher. Deshalb ist professionelle Vorbereitung für mich keine Option, sondern Haltung. Wenn Sie ein Bauvorhaben planen — ob Dach, Fassade, Fenster oder Sanierung — rede ich gerne offen mit Ihnen darüber, was gebraucht wird und wer welche Verantwortung trägt. Das ist mein Verständnis von gutem Handwerk.
Mehr über mich und meine Projekte: maikmarx.de · plangenial.de
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Transparenz-Hinweis (gem. EU AI Act): Dieser Beitrag wurde vollständig automatisiert mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und NICHT redaktionell geprüft. Er kann daher inhaltliche Fehler, Ungenauigkeiten oder veraltete Angaben enthalten. Alle Angaben ohne Gewähr (Stand 2026, Änderungen vorbehalten); eine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität ist ausgeschlossen. Der Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information rund um Bau- und Montagearbeiten und ersetzt keine individuelle Fach-, Rechts- oder Förderberatung. Verantwortlich: Maik Marx, Montageteam Marx, Plauener Str. 19, 13055 Berlin.
